Stundenblume

Leben, eine Kunst

Ronja

Nun hat sie das Licht der Welt erblickt, die kleine Ronja und ich hoffe was sie hier finden wird, gefällt ihr. Ich bin ein Banause hat man mir gesagt, aber irgendwie sieht sie aus wie mein erstes Kind ;) finde ich zumindest. Schenkt man meiner Mutter Glauben, sieht sie aus wie ich in ihrem Alter. Naja, immerhin weiß ich, dass sie ebenso wie ihr großer Bruder das hübeste aller Babys ist, auch wenn sie aussieht wie eine kleine Schildkröte. Wenn sie niesen muss, erinnert sie mich an die Uralte Morla, dem weisesten Wesen Phantasiens aus den Sümpfen der Traurigkeit und guckt mich dann aus großen Augen an, die mich doch noch nicht sehen können.

Mir gefällt es sehr zweifache Mutter zu sein, mit unseren beiden Kindern. Auch wenn es wieder bedeutet dauernd müde zu sein, es gibt sehr viel ein solch winziges Wesen auf dem Bauch liegen zu haben und es tut gut zu wissen, dass man es beruhigen kann, als Mama. Glücklich möchte ich, dass sie wird, wie ich es auch bei Timur schon versuch(t)e, das Schöne auf der Erde entdecken und über die Wunder staunen, die sich im Laufe eines Lebens auftun. Geliebt fühlen soll sie sich und angenommen, wie sie ist.

Verfasst: 03.03.2014

Tags: Leben, Mama sein,

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Das Haus wird langsam

Als wir in das Haus eingezogen waren März 2011 gingen wir noch davon aus, dass die Angaben der Verkäufer wahr seien. Auf dem ersten Bild sieht man den Zustand, welchen man von außen sehen konnte. Man erzählte uns, es sei Dicht vom Dach bis in den Keller (Souterrain), die Mauern sind rein geziegelt und die "Dekoplatten" geben dem Ganzen einen rustikalen Anschein. Man könne einziehen und leben, die ersten Jahre ist nichts zu tun.

Nach einigen Monaten stellte sich heraus, dass allein dies bereits nicht stimmte. Durch die Betontreppe wurde Wasser von Außen nach Innen geleitet, so dass unter den Treppen eine Art Tropfsteinhöhle entstand. Das Bitumen und die tapezierten Platten, die das verdecken sollten, konnten ihre Funktion nicht länger erfüllen, der Schein begann zu bröckeln im wahrsten Sinne des Wortes. Auch die Wände, welche sich unter der Erde befanden waren eher einem Schwamm gleich. Hinzu kamen noch tropfende Zuwasserleitungen, welche langsam aber sicher durchgerostet waren. Selbst die Angabe des Zustandes des Leitungssystems im Haus war somit rein erfunden gewesen. Die beiden Warmluftöfen, wie unten auf dem etwas fleckigen Bild des Wohnzimmers zu sehen, haben wir richten lassen, sie waren nicht wie behauptet funktionstüchtig, ebensowenig stimmten die Heizkostenangaben mit der Realität überein. Dass in diesem Haus jemand lebte in der letzten Zeit wage ich zu bezweifeln, außer demjenigen war die ganze Zeit kalt denn wir hatten fix das Dreifache an Gaskosten zusammen, wie das Vorjahr durch die Gasag bestätig wurde an Verbrauch der Vorbesitzer.

  

Um all die Schäden zu beheben wurde nach dem Aufgraben des Erdreiches Außen auf die Blanken Ziegel eine Dicke Schicht Bitumen, ein Gitternetz sowie Styrodurplatten angebracht um das Verrutschen der Masse und das Eindringen von Wurzeln und Wasser zu verhindern. Gerade an den Rohren floss der Regen ungehindert durch das Erdreich ins Innere des Hauses. Die Treppe wurde mit eine Schutzschicht eingestrichen und mit Polygonalplatten abgedeckt, so konnte der Beton kein Wasser mehr aufnehmen und ins Innere leiten. Zum Glück hatten wir nach diesen Arbeiten die Wände dicht und unsere Tropfsteinhöhle ist nun trocken. 

Die Außenverkleidung, so stellten wir bei den Arbeiten fest, ist keine Solche. Hier waren die Angaben endlich einmal zu unserem Vorteil. Die Mauern bestehen tatsächlich aus massivem Stein, Felsbrocken in Form geschlagen, lediglich im Inneren ist eine Ziegelschicht angebracht und der Zwischenraum aufgefüllt mit Kies. Das Ganze befindet sich auf einem Fundament aus reinem hart gebrannten Ziegel. Dass all die Jahre Bewässerung jenen nicht den geringsten Schaden zufügten, spricht eindeutig für die Qualität der Grundsubstanz. Zum Glück wurde das Haus nicht von unseren Vorbesitzern gebaut, sondern von einem Handwerker. Weshalb er nach dem Bau eines eigentlich sehr schönen Hauses dieses gleich wieder verlassen musste, wissen wir nicht. Klar ist auf jeden Fall, dass jene die es übernahmen es nicht wirklich zu pflegen und erhalten wussten. Ich staune allerdings immer wieder, hat man erst einmal all das entfernt, was in den späteren Jahren verunstaltet wurde, welch gute Qualität zum Vorschein kommt, die auch so manche Geschichte aus der DDR erzählt, was die Materialverfügbarkeit etwa angeht.

  

Auf den beiden rechten Bildern ist das Innere des Souterrainbereiches zu sehen, bevor wir einzogen. Wir wussten, dass es notwendig sein würde zu streichen, auch hier und da etwas zu verschönern, zu renovieren, doch machten wir uns nicht auf das gefasst, was durch das viele Wasser geschehen würde, gingen wir doch fälschlicher Weise von einer trockenen Substanz aus. Es begann zu schimmeln. Und zwar an allen Ecken und Enden. Die Tapeten waren mit einem bunten Schimmelflaum überzogen, die Styroporplatten lösten sich von der Decke, der Putz bröckelte von den Wänden. Den unteren Bereich verließen wir umgehend und sammelten unser Hab nach oben. Und so hieß es für uns alles erst einmal zu entfernen, sämtliche Tapeten, Holzverkleidungen, Styroporplatten und Teppiche, anschließend wurde der lockere Putz gelöst.

Im oberen Bereich des Hauses sah es zum Glück nicht ganz so schlimm aus, wie auf dem ersten Bild zu sehen, in dem wir nun lebten, doch auch hier hatte die Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen. Die Veranda und das Bad wiesen bald ebenfalls den Schimmelflaum auf. Für kurze Zeit waren wir gezwungen in nur einem Raum zu leben, zu dritt. Mit unzähligen Flöhen im uralten Teppich, da wir feststellen mussten, dass in dem Haus sich in den Teppichen Flöhe eingenistet hatten. Ich gehe bei dem Verbreitungsgrad dieser Tiere sogar davon aus, dass dies bereits durch die Hunde jener geschah, die vor uns hier "lebten". Ein Raum nach dem anderen wurde saniert. Es war es eine wahre Erlösung, als wieder mehr Räume zur Verfügung standen und das Einraum-Flohteppich-Wohnen ein Ende hatte.

  

Endlich haben wir die Arbeiten an einem Wohnzimmer mit Veranda und Außentreppe, einem Büro, zwei Schlafzimmern, einem Bad und bald noch einem Gästezimmer beendet. Es ist wahrlich angenehm endlich zu wissen, dass keine schimmeligen Wände mehr existieren, die Heizung über Holzwarumluft wie Gas und Strom funktioniert, die Leitungen so weit dicht sind und jeder einen Bereich hat, sich aufzuhalten um zu Arbeiten, zu Spielen und zu Schlafen. Nach knapp zwei Jahren ist es durch die Unterstützung lieber Menschen, gerade meinem Vater der uns mit vollen Einsatz bei den Grab- und Elektroarbeiten und vielem mehr half, nun bald alles so weit wie wir es uns wünschten. Auf diese Weise weiß ich nun, was für ein enormer Luxus es doch ist immer im selben Zimmer zu hausen, nicht ständig die Räume samt Möbeln wechseln zu müssen.

Erst im nächsten Sommer wird die letzte Außenwand eingepackt, die zweite Treppe noch abgedichtet, das zweite Bad vielleicht in Angriff genommen, sowie das letzte noch im unverputzten Zustand existierende Zimmer bewohnbar gemacht. Doch ist das alles erst einmal nicht wichtig, da alles was der Gesundheit schadet behoben ist fürs erste und jeder seinen Bereich zum Leben hat.

Es kehrt endlich Ruhe in in unser Haus, zumindest was das Wohnen betrifft :)

Verfasst: 31.12.2013

Tags: Leben, Berlin, Haus, Wohnen,

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Weihnachtszeit

Unsere "Rennmännchen" wie sie getauft wurden, auf dem Bild zu sehen. Naja... eigentlich sollten es ja die Hirten und die heiligen drei Könige sein. Doch wären sie in der Geschwindigkeit an Bethlehem vorbeigesaust, die sie durch die Hitze der drei Kerzen bekommen. 

Auf was für Kleinigkeiten man doch achtet, gestaltet man das Weihnachtsfest für ein Kind. Das Christkind kommt mit dem Hirschschlitten durch die Lüfte angeflogen, ein gewisser Zauber liegt in der Luft mit den leuchtenden Kinderaugen, einen Plan gibt es nicht, außer diesen Zauber lebendig werden zu lassen. Und wenn das Christkind schon kurz nach Mittag kommt, die Aufregung ist zu groß, dann war es halt als erstes bei uns, es gibt ja noch so viele andere Kinder, die ihre Geschenke bekommen. Alles ist so ruhig und gemütlich, darauf bedacht das Fest so zu gestalten, dass sich unser Sohn auch geliebt fühlt. 

Er freut sich bereits jetzt auf das nächste Jahr, am liebsten könnte es gleich morgen wieder Weihnachten sein. Es scheint, als hat es ihm ebenso gefallen wie mir. Mit einer Krippe in der alle Figuren über die Weihnachtstage schlafen gelegt wurden, den Rennmännchen und einem geschmückten Baum an dem Junior selbst die Kugeln, Sterne, glitzernde Ketten und Kerzen mit dekorierte.

Ich wünschte mir, ich hätte mehr für die Welt tun können, als nur für meine kleine Familie. Trotz Bratgockel vom Biobauern, Plätzchen mit Zutaten aus dem Naturkostladen hoffe ich irgendwann mehr bewirken zu können. Irgendwann möchte ich wissen, dass selbst die Familie gut leben kann, deren Eltern die Edelsteine bearbeitet haben, die ich verschenkte, die Schöpfung soll Lebensraum bieten für alle Geschöpfe, auch wenn wir die Früchte im Hühnchensalat essen wollen. 

Irgendwann... schaffe ich es hoffentlich einen Weg zu finden so zu leben, dass es die Zeit verändern kann, effektiv trotz der herrschenden Oligarchen, denen meine Weihnachtswünsche gewiss mehr als konträr laufen. Doch habe ich nicht die Kraft sie zu stürzen, meine Ideen, Gedanken und Wünsche über die Ihren zu stellen und zu wenig Verstandeskapazität mir etwas Brauchbares auszudenken, um Ziele und Pläne zu realisieren, die selbst der Natur einen Platz in der Schöpfung einräumt. So entzünde ich eine Kerze für all jene, denen es verwehrt ist mit Liebe um sich zu feiern und sich in einem eigentlich gegebenen Paradies wohl fühlen zu können. 

Tags: Weihnachten, Leben,

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Kindergarten


(Paintzeichnung unseres Sohnes - Eine bunte Blumenwiese)

Kindergarten - ein Garten für Kinder, wertvoll für den Alltag, eine Bereicherung für das Kind und die Eltern, wichtig in der Vorbereitung fürs Leben. So in etwa stellte ich mir das vor, wozu ein solcher sein sollte, ganz nach einem Urvater dem Herrn Fröbel aus dem 18. Jahrhundert. Mit dieser Illusion brachte ich vor etwa 2-3 Monaten meinen Sohn in den katholischen Kindergarten St. Martin unserer Gemeinde hier in Kaulsdorf. Liebe im Umgang miteinander, dem Leben der Schöpfung und sich selbst, all solche Gedanken hegte ich, dass Junior nun gepaart mit Spiel, Freude am gemeinsamen Basteln, Toben und Musizieren erfahren würde.

Ich verließ mich von Beginn an auf das Wissen und die Erfahrung der Erzieher, die diese ehrenvolle Aufgabe wählten für ihr Leben. Meine Naivität bewies sich aus meiner Sicht als grenzenlos. Nach den ersten 10 Tagen im Kindergarten für je einige Stunden schlief mein Sohn weder Mittags noch Abends ein, er verweigerte das Essen, litt unter Unausgeglichenheit, hatte verlernt das Töpfchen zu nutzen, schlug wenn ich mit ihm unterwegs war alles was sich auf ihn zu bewegte an Kindern, wollte weder mit Vater noch Opa etwas unternehmen und hing mir am Bein. Das hatte ich nicht erwartet, irgendetwas musste hier völlig anders laufen, als ich mir das erdacht hatte. Die Ursache lies sich leicht finden, die Betreuer hatten ihr selbst propagiertes Modell nicht angewandt:

Theorie, Berliner Eingewöhungsmodell für Kinder mit sehr starker Elternbindung:
 
1) Grundphase: 3 Tage, eine Stunde Mama mit Kind in der Kita, KEINESFALLS TRENNUNGSVERSUCH!!! (Steht mir so vielen Ausrufezeichen und groß geschrieben in dem Skript vom Bildungsserver der Uni)
-> da sehr starke Bindung vorhanden, Erweiterungsempfehlung auf 5 Tage Grundphase
 
2) 1. Trennungsversuch: 6. Tag erste Trennungsversuche bis zu max. 30 Minuten in der zweiten Woche
 
3) Stabilisierungsphase: im Verlauf bis 2-3 Wochen Steigerung auf 1,5 Std Kindergartenaufenthalt, Erzieherin übernimmt langsam die Bezugspersonenrolle
 
4) Schlussphase: Ziel nach drei Wochen 1,5 Std ohne Mama, Erzieherin als "sicherer Hafen" akzeptiert
 
Was in der Praxis stattfand:
 
1) Grundphase: 1 Tag, 3 Stunden Kind mit Mama anwesend
 
2) 1. Trennungsversuch: 2. Tag, 3 Stunden Kita Kind bereits OHNE Mama in der Kita

Als ich herausfand, dass all jenes was ich erlebte völlig "normal" ist, bekannte Folgen sind, die vorhersehbar waren, entbrannte in mir eine Wut, die in dem Moment alles zerschlagen wissen wollte, wer und was für Umstände auch immer dies meinem Sohn antaten. Die Einrichtung hatte auf eine Eingewöhungsphase verzichtet, wie ich es nun weiß, dass es wesentlich ist für das Einleben eines kleinen Kindes in eine neue Umgebung und sei dies auch nur um dort die Zeit mit Spiel zu verbringen.

Nach einer kurzen Kita-Pause und langen Gesprächen mit den Erziehern einigten wir uns darauf, es nochmals zu versuchen, ich hatte noch immer diese verschobenen Vorstellungen von Kindergarten und sah es als eine Bereicherung an. So ganz wollten sich die Betreuer nicht auf das Uni-Modell einlassen, somit fand für weitere 5 Tage ein unsinniges Konzept statt. Endlich wurde die Erziehungswissenschaftlerin der Einrichtung zu Rate gezogen und  mit frischem Mut und einem Eingewöhungskonzept der Uni Berlin, dem Berliner Eingewöhungsmodell bei starker Mutterbindung, also dem Optimalzustand laut Literatur, begann ein weiterer nun der dritte Versuch.

Immerhin waren wir nun mit diesem Schritt in der richtigen Richtung, langsam gewöhnte er sich an die ihm zugewiesene Erzieherin und lernte die Umgebung kennen. Manche Stunden waren sehr angenehm zu beobachten, in denen er sich in der Tat dem Spiel widmete wie er es vorher nicht kannte, er sich einfand in das Gemeinsame, mit den anderen Kindern zusammen. Der Alltag war allerdings noch sehr schwierig durch Schlafstörungen, Babyverhalten und so manchen Auffälligkeiten, ist er auch bis heute noch durch die Folgen des zweimonatigen Kita-Aufenthaltes. Und er drosch nur noch auf andere Kinder ein, wie bereits zu Beginn als sonderbares Verhalten zu erleben.

Die Zeiten der Trennung wurden ausgedehnter, aber was ich hier erleben konnte, war alles andere als Sicherheit spendend. Als ich von der Toilette zurück zum Sandplatz kam, lief mir mein Sohn weinend, schreiend entgegen, mit einer aufgeplatzten Ober- sowie Unterlippe. Mein Entsetzen stieg. Ein 6 Jähriger hatte ihm dies mit einer Gießkanne zugefügt, einem 3 Jährigen und keiner der Aufsichtsverpflichteten hatte es beobachtet oder auch nur mitbekommen. Sein ihm zugewiesenes Patenkind, brachte unseren Sohn in diesem Zustand zu mir. Seit Beginn des Aufenthaltes im Kindergarten hatte ich Spiele und Verhaltensweisen der Kinder untereinander beobachtet, die mir aus meiner Einstellung  zum Leben heraus nicht gefielen:

- Große, Starke, Ältere drängen Kleine in Ecken bis sie zu Boden kauern.

- Beim Spiel werden "Gefangene" gehalten, gegen ihren Willen, zum Teil wehren sie sich gar nicht mehr, aus Unsicherheit.

- Die Gruppe der Größeren drohen den Schwachen mit Prügeln etwa, wenn jemand etwas nicht tut, wie unter Kindern befohlen.

Das und noch so manches mehr das ich mitbekam ernüchterte mich sehr. Als ich dies ansprach, wie ich das Geschehen in der Kita für mich persönlich erlebte, wurde ich stets beschwichtigt. Als Mutter wisse ich ja gar nicht, was gut für die Kinder sei, es ist alles ganz normal und gut so für die Entwicklung der Sprösslinge, hat alles pädagogischen Wert und im Gegensatz zu mir, sind sie ja ausgebildet, haben Erfahrung und es läuft alles wie es soll. Gewiss ist, dass die Ansichten weit auseinander gehen.

So ganz sicher war ich mir da nicht, was an mich herangetragen wurde als Sichtweise, ob es nicht doch angeraten wäre ein wenig an der Konfliktfähigkeit der Kinder zu feilen, war eine zentrale Frage in mir. Mein Informieren über Konzepte der Unis, des Senates und was sonst noch so herumschwirrt an Gewaltprävention wurde allerdings nicht gut geheißen durch den Kindergarten. Mein Sohn und ich wurden während des 3. Eingewöhungsversuchs nun vom Pfarrer und der Kita-Leitung suspendiert für einige Tage und mussten nach dem Verstreichen dieser einen Zusatzvertrag unterschreiben, in dem wir allerlei Unsinn unterschreiben mussten wie die Einrichtung pünktlich zu betreten und zu verlassen, auf 5 Minuten genau (am Patentag waren wir 15 Min zu früh gewesen vor dem Event, was für ein Affront), wir müssen den Methoden der Erzieher vertrauen und dürfen nicht mehr so ausgiebig recherchieren über Erziehungsmethoden, zumindest nicht, wenn wir hierbei Dritte zu Rate ziehen und noch einigen Unfug.

Langsam aber sicher zerbröckelte mein Bild, ich war im wahrsten Sinne des Wortes enttäuscht. Nachdem Junior noch eine aufgekratzte Backe und ein blaues Auge nach Hause brachte, sein Verhalten immer unerträglicher wurde, er mit Sätzen Heim kam wie "ich möchte endlich groß und stark werden, damit ich andere Kinder schlagen kann" beschlossen mein Mann und ich auf weitere Erfahrungen mit Kindergärten zu verzichten, auch der anhaltenden Alpträume wegen von "Monsterkindern" in denen er das Geschehen immer wieder durchlebt. Nachdem ich mich nochmal bei der Leitung vergewisssert hatte, ob sie in der Tat keine Konfliktprogramme als notwendig erachtet, um den Kindern etwas anders beizubringen, stand unser Beschluss somit fest.

In Berlin so wurde uns vom Senat, von vielen anderen Erziehern, von Müttern, also allen die damit zu tun haben mitgeteilt, dass das normal so ist wie erlebt. Es müsse nichts unternommen werden, es läuft alles nach dem Rechten, Einzelfälle, nicht bemerkenswertes Geschehen, notwendig zur Entwicklung von Konfliktfähigkeit etc. Bei uns stimmt etwas nicht, nicht bei den Kitas.

So bin ich nun vollauf damit beschäftigt unserem Sohn einen anderen Umgang mit Kindern zu vermitteln, wieder Frieden in den Alltag zu bringen, ihn davon zu überzeugen dass er wieder aufs Töpfchen geht und vieles mehr, was an Folgen noch immer besteht. In Zukunft werde ich mir auf jeden Fall große Mühe geben, Märchen lesen, Spielkurse besuchen und in den Tierpark samt dortigen Spielplatz gehen. Eine gute Mutter möchte ich sein, ich gebe mir all Mühe liebevoll zu sein, die Kraft in mir zu sammeln da zu sein und das vermitteln zu können an Werten, die mir am Herzen liegen smiley

Verfasst: 15.10.2013

Tags: Kindergarten, Berlin,

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Einsamkeit, gesucht - gefunden

Wie eine Feder getragen vom Wind des Lebens bin ich hier gelandet. In der Einsamkeit...

Vor Jahren habe ich einst einen Eintrag verfasst über genau dies, die Freude des allein Seins war in mir stark ausgeprägt. Oft suchte ich nach Stille, langen Zeiten des Schweigens, der Einsamkeit. Auf Wanderungen wie von München nach Zürich zu Fuß, allein, in Meditationszentren in zweiwöchigem Leben ohne ein Wort und auf viele andere Weisen genoss ich es für mich zu sein. Dieses Gefühl empfand ich als bereichernd, nur ich mit mir. Lebend in einem sozialen Netz, mit Freunden, Verwandten und Bekannten, einem Zuhause welches ich mein Paradies nannte bei meinem nun bereits verstorbenen Großvater, dem Opa. Ob ich dort war oder mit mir allein, ich war in mir daheim, ich war nie allein, ich hatte ja mich.

Heute ist dies anders. Ich bin nie mehr allein, es gibt keine Wochen mehr in denen ich in meiner Wohnung allein die Abende verbringe, keine Wochen mehr ohne vertraute Menschen um mich. Die Zeit des allein Seins ist vorrüber, doch nun beginnt die Zeit der Einsamkeit. Hätte mir dies vor Jahren jemand erzählt, dass ich mich jemals so fühlen könnte, ich hätte es nicht verstanden, was das sein soll. Allein sein war so etwas Schönes, mit anderen zusammen oft eher anstrengend, wenn auch immer wieder eine Bereicherung. Ein Bier trinken gehen, ins Theater, Ausritte zusammen, das war alles angenehm. Vorrüber war die schreckliche Zeit der Jugend, nie wieder Schule oder Studium, eingepferrcht auf gewisse Weise. Ich war mir gewiss es ist ein Leichtes immer im Herzen daheim bei sich zu sein.

Doch der Wind trug die Feder hier her, in ein eigenes großes Haus mit Garten, meine Familie und Millionen von Menschen in direkter Umgebung, sie wurde in die Metropole und Hauptstadt getragen. Hier bin ich nun. Einsamkeit. Nie habe ich mich so einsam gefühlt.

Einsamkeit - Früher habe ich sie gesucht, heute habe ich sie gefunden. 

Tags: Einsamkeit, Gedanken,

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Nagergehege

 

Nun wohnen sie bei uns die beiden, Hasi und Schweini zu sehen auf dem rechten Bild. Die beiden Häschen auf dem linken Bild im Außengehege leider schon nicht mehr. Dass es so kompliziert wird mit der Haltung von den kleinen Tierchen hätte ich allerdings nicht vermutet, hier meine ich nicht einmal die Haltung an sich, sondern bis Ruhe in den Alltag mit unseren Mitbewohnern einkehrt.

Begonnen hatte es zum Geburtstag unseres Sohnes vor etwa zwei Monaten, ich wollte ihm weitere Tiere zum Gismo schenken, damit ein bisschen mehr Leben in unser Haus kommt, es erschien mir eine Bereicherung. Praktischer Weise hing im Supermarkt auch ein Aushang für ein kleines Außengehege welches zu verschenken war. So holte ich dies, richtete es ein mit Streu, Häuschen und was alles dazugehört. Nun fehlten nur noch die Tiere. Ich beschloss dem Tierheim Berlin noch eine Chance zu geben, nachdem ich damals mit den Ratten nie mit den dortigen Mitarbeitern über die Haltung einig wurde, weshalb ich meinen Rattenturm dann ja auch aufgab, in dem ich die Tiere aus dem Münchner Tierheim immer unterbrachte.

Nun gut, so fuhren mein Sohn und ich dort hin und suchten uns zwei Häschen aus. Felix, der Schwarz-Weisse Löwenkopf und Schnuffi eine Lohkaninchen-Mix-Dame. Beide bereits mit 10 Jahren auf dem Buckel und leider im Tierheim mit Kaninchenschnupfen angesteckt worden. Den beiden ein schönes Leben zu bereiten für ihre letzten zwei Jahre die sie vtl noch hätten, war mir ein Wunsch. Vom Tierheim bekam ich Antibiothika mit, zur täglichen Eingabe und die Aufforderung so lange dort zum Tierarzt zu kommen, bis das vorrüber sei. Daheim verwöhnte ich die beiden mit Biogemüse, frischen Kräutern, Zweigen und was ein Kaninchenherz so begehrt. Sie genossen das sichtlich, nur die Medikamentengabe ließ sie weiterhin scheu bleiben. 6 Wochen ging das so, noch 2 weitere Wechsel der Medizin, doch keine Besserung. Als ich mich darüber informierte, fand ich heraus, dass chronischer Kaninchenschnupfen nicht so wirklich behandelbar ist, an sich aber auch nicht tödlich, sorgt man mit korrekter Haltung für eine Stabilisierung. 

Als ich der Tierärztin mitteilte, dass ich diesen Weg einschlagen werde mit meinen Tieren, die Behandlung einzustellen, da es für die Tiere mehr Leid bedeutet, täglich mit Laborgriff zweimalig dieses Zeug hineingepresst zu bekommen, wie ein bisschen Schnupfen, ich würde es auf natürliche Weise behandeln, nahm sie mir die beiden leider wieder weg. Ich werde nie wieder vom Tierheim in Berlin versuchen Tiere zu holen, sie dort und ich sind zu unterschiedlich. Ich war sehr traurig, denn ich hatte die beiden lieb gewonnen.

Nun hatten wir allerdings bereits ein hübsches selbst gebasteltes Innengehege sowie jenes Außen welche leer standen. So richtig motiviert war ich auch nicht, mir neue Tiere zu holen, doch ließ ich alles so stehen erstmal, ich wollte ja meinem Sohn dieses Erlebnis ermöglichen. Das erwies sich auch als sehr praktisch. Bei einem Münchenaufenthalt bekam ich Schweini und Hasi angeboten, beide ein Jahr und abzugeben. Sie wurden als ganz Kleine aus einer Tierhandlung aus Mitleid mitgenommen, deshlab diese sonderbare Kompbination, Verkäufer raten wohl heute noch zu dieser längst überholten Haltungsweise.

Nach der langen Reise von München nach Berlin, bezogen sie nun ihr neues Reich und sind eigentlich sehr zufrieden mit der Obst-, Kräuter,- und Gemüsekost nebst Heu und Körnern. Und ich bin froh endlich wieder zwei kleine Mitbewohner bei mir zu haben, die mein Sohn und ich verwöhnen können, diesmal unsere ganz eigenen, bei denen mir niemand dreinreden kann smiley

Auf Dauer werde ich aber gewiss noch ein wenig verändern, denn das Meerschwein braucht einen Bereich nur für sich und eigentlich beide einen Gefährten ihrer Art, nächsten Sommer dann im erweiterten Außengehege, so können sie dann ihre etwa 10 Jahre bei uns verbringen.

Verfasst: 15.09.2013

Tags: Hase, Meerschwein, Nagergehege, Tierheim Berlin,

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Geführt

Ali Baba heißt er, das Pony welches mein Sohn ein wenig pflegen und auch an sich reiten darf. Brav lässt sich sein Freund führen, geduldig putzen und erfreut mit ein paar Mohrrüben verwöhnen. Der kleine Schimmelwallach vertraut uns beiden, er läuft uns einfach hinterher, braucht kaum Anweisungen, zufrieden wirkt er, auch wenn er durch Alter und Krankheit nicht mehr ganz der Agilste ist. Er wurde in seinem Leben geführt seit er ein Fohlen ist, von den Menschen gehegt und gewiss ist das ein oder andere verkehrt gelaufen. Doch er zeigt keinerlei Anstalten uns dies zu vergelten.

Wenn ich dies so sehe, denke ich auch an mich als Mutter mit meiner Verantwortung, die ich trage. Mir wird vertraut. "Mutter ist das Wort für Gott in den Herzen und auf den Lippen aller Kinder dieser Welt. Deine Tochter irrt nachts durch die Straßen und sucht Dich" (Zitat aus dem Film the crow). An meiner Führung hängt die Entwicklung, das Erleben, was zugelassen wird und was ich verhindern kann.

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden" (Zitat Reinhold Niebuhr). Geführt werden wir von jenen die Macht haben, mächtig sind, es ist schwer daran etwas zu ändern, selbst wenn einem eine Weltmacht durch das Kapital missfällt mit all seinen Konsequenzen. Diese ziehen sich von dem Umgang mit der Erde bis in mein tägliches Leben. Zufrieden bin ich damit keineswegs, doch habe ich noch nicht erkannt, was ich tun kann, um mit Mut hier etwas zu verändern. Diese Führung nehme ich derzeit einfach wie sie ist, auch wenn ich weiß, dass sie nicht davor zurückschreckt, mir meine Männer zu verheizen, meine Umwelt zu zerstören, Leid zu sähen und zu manipulieren. Was ich ändern kann, ist meine eigene Umgebung im Umgang miteinander, die Führung der wenigen die ich in der Hand habe so zu leiten, dass all jenes vielleicht aufgewogen wird.

Für die Meinen mit Liebe da zu sein, die täglichen Freuden erlebbar machen und die Schäden der groben Führung von Außen abwenden zu versuchen sehe ich als meine Möglichkeiten. Dies ist, was ich verändern kann, meine Einstellung zum Leben, mein daraus entstehendes Denken und Wirken. Jene die mir folgen, die mir vertrauen, ihnen möchte ich beweisen, erlebbar machen, dass der Mut da ist, Dinge zu verändern, dass die Kraft da ist dies umzusetzen, was mir an Möglichkeiten in den Sinn kommt. Führen, mit Bewusstsein für die Verantwortung im Realen Leben, der Kraft gesetzt auf das Wesentliche, dem Verstand zu begreifen, was es zu tun gilt, mit dem Geschick das umzusetzen. Später wünsche ich mir zu hören, ich habe geführt, als Mutter, Frau, Freundin und dies ohne Nachts durch die Straßen zu irren, ohne mich zu finden.

Verfasst: 01.09.2013

Tags: Leben, Fhren, Mutter, Verantwortung,

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Gedichte

Eine kleine Sammlung meiner Gedichte ist hier zu finden.
Tags: Gedicht,

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Der Thunfisch und das Paradies


(Bild Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Thunfische)

Gelbflossenthunfisch nennt sich diese Art im Speziellen, dieser großen Raubfische. Vor langer Zeit einmal befasste ich mich bereits mit der Fischerei, irgendwann geriet es ins Abseits mit den großartigen Gedanken um mein Essen. Ich kaufte im Biomarkt und am besten nach Gütesiegeln oder Marken, Demeter z.B. bevorzugte ich. Von München nach Berlin verschlagen, gelangte ich hier in eine Ecke, in der kein Biomarkt existiert. So kaufte ich anfangs vor mich hin, doch erinnerte ich mich, Thunfisch... irgendetwas war damit. Nun weiß ich es wieder. Die Fanggebiete, die Methoden des Fangs und Vieles mehr spielen hierbei eine große Rolle. 

So schlenderte ich durch die Regale, betrachtete all die Lebensmittel und wurde mir einfach nicht einig, was ich nun kaufen sollte. Die Recherchen um so manche Produkte dauerten eine Weile. Gar nicht so einfach eine solche Liste:

http://www.oekotest.de/bin/print/M1103-Thunfischfang.pdf

etwa über den Thunfisch zu finden. Doch es lohnt sich, so bin ich der Meinung. Nun bin ich um einiges schlauer, vielleicht merke ich es mir diesmal sogar und behalte im Gedächtnis, wie er aussieht dieser Fisch. Wenn ich allerdings lese in all den Artikeln, wie viele Tierarten vom Aussterben bedroht sind, wie viele Gebiete im Meer bald aussehen wie eine Wüste, da zieht es mir mein Herz zusammen. Ich wünsche dem Thunfisch von ganzem Herzen, dass die Menschen die Kurve noch schaffen und beginnen über ein wenig mehr nachzudenken wie das Geld, und sich selbst. Wir unterscheiden uns im Grunde im Augenblick in keinster Weise von einem Neandertaler in dieser Hinsicht. Vom Bett in die Arbeit, mit der Beute nach Hause. Nur dass es von ihnen so wenige gab und sie so unwissend waren, dass sie kaum einen Schaden anrichten konnten.

Wir hätten an sich eine Ausgangssituation aus der wir erwachsen könnten, ich wünsche mir eine Welt mit Menschen die nachzudenken beginnen, den Wunsch nach einem paradisischen Leben mit mir teilen und umsetzen. Für mich selbst, für alle anderen, für die ganze Welt. Wir leben im Paradies, wir müssen es nur pflegen und erhalten. Ich wünsche mir die Thunfische im Paradies, ebenso wie mich selbst und die gesamte Schöpfung.

Verfasst: 23.07.2013

Tags: Thunfisch, Leben, Paradies, Natur, Umwelt, Einkaufen, Nachhaltigkeit, Lebensmittel,

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In Berlins Gosse zu Hause

In Berlins Gosse zu Hause... schon fast ein Paradox. Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Haus gibt in dem sie wohnen (können). Dies sind jene, die es nicht geschafft haben ins soziale Netz zu gelangen, mit HarzIV eine Wohnung, Aldiessen, Fernseher und Krankenversicherung zu bekommen. Es gibt sie und sie sind nicht zu übersehen.

Wie viele es sind, ich weiß es nicht, mir erscheint es zahllos hier in Berlin, die Armut ist enorm. Auf den Wegen zu den Ausflügen komme ich an ihnen vorbei, fahre durch Stadtteile die wahrlich als Gosse bezeichnet werden können. War dies einst eine Rinne in der Fäkalien flossen, die Gosse, ist sie heute mitten in der Stadt, überall ein wenig davon verteilt, zwischen dem normalen Alltag. Es sind heute Mauerecken, Parksträucher oder auch einfach der Eingang zur U-Bahn, wo man Flecken riecht und sieht, Urin, Kot und Blutreste kleben an den Steinen. Menschlicher Usprung ist gewiss. Hier leben Menschen, in dieser Gosse. Oder überleben? Leben sie überhaupt? Ich bin mir da nicht mehr so sicher.

Ein Beispiel erlebe ich fast täglich, wenn ich dann mit meinem Auto durch die Straßen fahre. Mütter mit ihren Kindern, zum Teil sogar mit Baby im Arm, die Scheiben von meinem Fahrzeug putzen wollend. Sie leben hier, sind nicht gemeldet so die Polizei als ich einmal nachfragte. Sie verstehen kein Wort, treten und spucken gegen das Auto zum Teil sogar, schimpfen und zetern in Kauderwelsch, mit vielleicht gerade einmal 10 Jahren. Einen Putzschwamm in der einen Hand, eine Sprühflasche in der anderen. Zeigt man sich gegen Fensterputzen eingestellt und zahlt nicht, stellen sie sich mit ihren wenigen Jahren hier auf der Erde vors Auto, damit man nicht weiterfahren kann. Erst wenn man aufs Pedal drückt und loszufahren scheint, bewegen sie sich. Dies alles geschieht unter der Aufsicht von Mama und manchmal auch Papa. Zum einen stimmt es mich innerlich traurig, zum anderen regt sich in mir eine Art Hass gegen diese Eltern. 

Kinderhände die nach Geld greifen, mit leeren Augen einen ansehend, Eltern mit einem toten Blick das Geld überwachend, welches eingesammelt wird... kombiniere ich dies nun mit den menschlichen Ausscheidungen in rot, gelb und braun, brrr... während ich diese Gedanken hege, begebe ich mich mit meinem Sohn ins Meuseum, genieße das Flair des hofiert werdens als wissenschaftsinteressierter Gast, der täglich kommt. All dies nur ein paar Meter weiter in einer gepflegten Anlage, in einem alt ehrwürdigen Gebäude. Umsorgt und beühtet wächst der Kleine auf, Geld ist für ihn was Glitzerndes, die größte Gefahr ist das Verschlucken von kleinen Münzen. Materie dient dem Spiel, zum Unfug machen, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Ich komme wieder ins Nachdenken, während ich dies Leben genieße. Sie würden es  nicht einmal verstehen, wenn ich die Kinder einladen würde ins Museum, der Fensterputzer, sie können nicht ein Wort unserer Sprache. 

Sie sind in Berlins Gosse zu Hause, ohne Dach über dem Kopf vielleicht sogar. Im Winter existieren sie vermutlich irgendwo eingepferrcht um nicht zu erfrieren eine Stereoanlage wird vielleicht angebetet auf dem materiellen Altar, wie ich es einst in Sri Lanka erlebte, die kaputten Handys stehen als Heilige darum herum versammelt. Manch einer lebt gewiss auch auf der Straße, auch im Winter. Der ein oder andere erfriert vielleicht auch, oder stirbt weil ihn kein Arzt behandelt, oder sie erstechen sich auch einfach gegenseitig, wie ich es bei Bandenkämpfen in Bayern erlebte und jene waren noch nicht einmal arm. Die Armen Kinder, geboren und am Leben gehalten einzig um die Kinderhände nach Geld auszustrecken.

Verfasst: 07.06.2013

Tags: Armut,Berlin,

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