Stundenblume http://www.white-unicorn.de/index.php?mod=blog Der Blog von Landra de-de Wed, 20 Jun 18 19:12:15 +0200 Wed, 20 Jun 18 19:12:15 +0200 http://www.white-unicorn.de/index.php?mod=blog&blog_id=1 Bitmuncher.info Osterzeit 2018

Die Osterfreuden in der christlichen Diaspora sind eher privater Natur. Im kleinen Kreis der Familie finden sie Einzug in die Ostertage. Nach so vielen Jahren in Berlin habe ich mich nun daran gewöhnt.

Der große Vorteil davon in einem kleinen familiären Kreis die Hochfeste zu begehen ist ja, dass man sich selbst neu finden muss. In eine Gemeinschaft eingebunden ist das anders. Viele sind dort am tun. Mal mehr mal weniger christlich, aber zusammen. Es wird vom Pfarrer, den ganzen Messdienern, der Gemeinde, allen gemeinsam Ostern gefeiert. In der Nacht schon konnte man bei uns am Petersberg die österliche Feierlichkeit mit einer Kerze als geweihtes Licht nach Hause tragen.

Hier habe ich nun ein Osterfeuer in meiner Schale und muss selbst für unsere Familie die ganze Feier organisieren. Es ist eine Herausforderung für mich, die sich sonst immer als kleiner Teil eines großen Ganzen fühlte. Und das als Frau in einer männerdominierten katholischen Kirche.

Und so bleibt in mir die Christin. Immer weniger fühle ich mich katholisch. Insbesondere auch, da ich als Autistin in der Kirche nun auch einem enormen Stigma unterliege. Den Führenden ist es gar nicht wichtig, was wir Autisten denken. Die Christlichkeit die ich erlebte in meinem Dorf war gewachsen. Durch die Gemeinschaft der Gläubigen wurde ich akzeptiert genau so wie ich bin. Betrachte ich aber die Kirche nun aus der Ferne meiner Heimat verliert sie all den Glanz aus meiner Kindheit. Es war nicht der Verdienst vom Papst, es war der Verdienst wunderbarer Menschen, als Pfarrer, wie Messdiener, wie Gemeinde. Alle gemeinsam machten das Gefühl lebendig, dass die Osterfreude direkt mitten unter uns ist! - und lebt... weiterlebt die gesamte Osterzeit. 

Und das Jahr wurde von den Themen des Jahreskreises getragen. Nicht nur an Ostern. Hier in Berlin findet das in meinem Bezirk nicht statt. Es gibt keine christliche Gemeinschaft, auch nicht in den geballten katholischen Zentren die es hier natürlich trotzdem gibt. Es ist eine Gemeinde ohne Herz. Ohne österlichen Geist. Und ich allein als Frau, als minderwertig gesehene Autistin sowieso nicht, sagt doch der Vatikan selbst, dass es in Ordnung sei uns zu ächten mit Kennzeichnung falsch zu sein.

Ich verstehe langsam, wie sich die Homosexuellen fühlen in der katholischen Kirche. Und es ist enorm, wie schnell es geht einer Gruppe zugeordnet zu werden, die falsch sein soll, wegen eines Eintrags in einem Buch. Per Buchstaben degradiert werden zu können empfinde ich alles andere als christlich. 

Und so räumte ich heute in der Früh die Feuerschale wieder in den Unterstand mit der Osterasche, die ich in den Garten verstreuen werde. Ein weiteres Feuer wird es noch geben, wenn die ganze große Familie, die Gemeinschaft im Sinne Jesu nochmals zusammen kommen wird. Und ich spüre, wie ich wohl merke kein Katholik mehr zu sein. Letztendlich wurde ich ob Buchstaben in einem Buch von meiner Gemeinde ausgestoßen, in der Diaspora. Und dem Erzbischof selbst ist es nicht wichtig. Als Antwort bekam ich, dass ich ja nur eine Autistin sei, die sich an ihn wendet, das wäre nicht ausreichend etwas zu verändern.

Ein verlorenes Schaf auf weiter Flur, mit einem Hirten dem ich es nicht wert bin, dass er sich selbst auf den Weg macht für mich zu sorgen.

Aber bevor ich nun endgültig mit der katholischen Kirche zu brechen beginne, werde ich es nochmals versuchen. Vielleicht habe ich ja nur nicht laut genug geschrien, als kleine Schaf das von der Herde ausgestoßen wurde, so dass es vom Hirten nicht ernst genommen wird. Es kann ja sein, dass Andersartigkeit in der Neurobiologie doch gar nicht so geächtet werden wünscht aus dem Herzen heraus und sie es einfach nur nicht besser wissen. Mal sehen was geschieht, wenn ich als Schaf lauter um Hilfe rufe.

Meine Gedanken beim Aufräumen schweifen nun aber erst einmal wieder in den Garten. Ein Foto der ersten Blumen habe ich euch in meinem Blogartikel eingefügt. Die Gott-gegebene Schöpfung im direkten Umfeld zu hegen und zu pflegen gehört bestimmt auch zu den Dingen, die in der Osterzeit ganz besonders wichtig sind. Denn nur wenn die Gemeinschaft in der man ist zusammen hält, man füreinander da ist, das Gemeinsame miteinander hegt und pflegt kommt dieses Ostergefühl zustande. Wenn zwei oder drei in Gottes Namen versammelt sind ist er mitten unter ihnen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen Menschen um euch, mit denen ihr gemeinsam Ostern feiern könnt. Ob nun als Christen, Katholiken oder Atheisten, der Geist von Ostern hängt nicht von der Kirche ab, so viel weiß ich gewiss. Es sind die Menschen, die beisammen sind und die Weise wie sie Ostern feiern und würdigen.

Ich wünsche euch eine frohe und gesegnete Osterzeit!

2018-04-03 10:48:49
Ganz und gar... Anfang 2018

Hallo liebe Leser meines Blogs! 

In "Ganz und gar... Anfang 2018" möchte ich nun erzählen, was nun alles fertig geworden ist seit 2015. Vieles hatte ich begonnen. Manches ist nie fertig, anderes aber um so schöner geworden. Die Blumen im Leben blühen lassen ist zwar manchmal nicht so einfach, aber um so wertvoller, wenn es einem gelingt die Stundenblumen zu hegen, sie nicht abzugeben, so dass sie wie Rauch im Wind verwehen. 

Kunstaktion

   

Diese Bilder kennen bestimmt schon einige. Ich mag sie sehr und habe meine Leidenschaft fürs Bodypainting entdeckt. Auch wenn diese Kunstaktion nun vorrüber ist, in meinem Herzen lebt dies Freude an der Kunstdarstellung mit mir selbst als Darsteller weiter. So wird es bestimmt in Zukunft auch immer einmal wieder Bilder von mir geben, solche oder andere, mal sehen wo mich meine Leidenschaft zur Kunst hin führen wird. Ideen habe ich auf jeden Fall schon sehr Viele. Leben als Kunst, Kunst als Teil meines Lebens möchte ich nicht missen. 

Von Katzen und anderen Begleitern im Leben

Da es von mir kaum aktuelle Bilder gibt, habe ich dank eines Freundes doch wieder einmal mich selbst vor die Linse bekommen. Einen viel zu kleinen Teil hatte ich wirklich Raum für kleine Freuden wie mit Freunden etwas zu unternehmen. Als Mutter junger Kinder, so wurde mir das oft erzählt, ist das ganz natürlich. Dennoch sehe ich das Teilen von Zeit miteinander als eine ganz wichtige Stundenblume in meinem Leben. Auch mit meiner Familie, Mann, Kindern, Großeltern und anderen Vewandten. Diese pflegen, sie blühen sehen ist mir sehr wichtig, denn die Zeit gemeinsam zu teilen verdoppelt sie letztendlich, vergoldet sie und macht sie unschätzbar im Wert.

Auf diesem Bild bin ich mit unserer jüngsten Katze Farina auf dem Arm zu sehen. Farina, da sie 4 weiße Pfoten hat - als wäre sie mit nassen Pfoten einmal durchs Mehl getappt. Ich liebe ja Katzen. So schön weich und kuschelig, schnurrend liegen sie auf einem herum. Oder lassen sich herumtragen, voll Vertrauen, sind neugierig und verspielt, einfühlsam und herzlich. So ist ganz und gar perfekt, dass unsere kuscheligen 4-Beiner im Haus mit uns leben. Die Kaninchen und Katzen. Haustiere finde ich schon immer sehr wertvoll in meinem Leben und werde gewiss auch diese Liebe zu Tieren immer in meinem Herzen tragen.

White Unicorn e.V.

Sehr viel Energie, Gedanken, Zeit, Leidenschaft mit Freud und Leid sind in den letzten beiden Jahren in den White Unicorn e.V. geflossen. Anfangs gegründet, aus einer Notwendigkeit heraus, durch eine Bitte der Berliner Senatsverwaltung entwickelte ich immer größere Begeisterung.

Feuer und Flamme für die Projekte konzeptionierte ich Vieles. Familien begleitete ich und habe es in so manchem Fall geschafft zu einem autistenfreundlichen Umfeld beizutragen. 

Vieles hat auch nicht so funktioniert wie gedacht, vieles musste ich wieder ziehen lassen, auch so manche Familie. Insgesamt ist aber das Zusammenarbeiten mit anderen Menschen im Verein etwas, das ich eigentlich nicht mehr in meinem Leben missen möchte.

So werde ich vermutlich auch im White Unicorn e.V. immer wieder etwas finden, das meine Begeisterung weckt, das ich dort ausfüllen kann mit Leidenschaft, auch wenn es manchmal Leiden schafft, in mir, Leid mit anzusehen und doch nichts tun können, weil die Hände in vielfacher Hinsicht oft gebunden sind. Eigene Grenzen erleben, weil man in manchen Dingen machtlos ist. Das gemeinsame Tun, das Wirken und Bewirken als Gemeinschaft hingegen gibt um so mehr zurück.

Welche Blumen in Zukunft erblühen, wird mir die Zeit selbst mit dem Leben schon noch früh genug berichten! Auf jeden Fall hoffe ich, dass bis Ostern auch real ein paar Blumen blühen und ich wie jedes Jahr zum alljährlichen Osterfeuer einen weiteren Beitrag verfassen kann, mit Bildern von schönen bunten Blumen aus unserem Garten.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit im Leben, mit vielen Stundenblumen die in euren Herzen für euch erblühen!
 

2018-03-04 16:52:33
Sommerferien 2017 - der Ohrwurm der vergangenen Arbeit

Seit zwei Wochen sind sie, die lang ersehnten großen Ferien und die damit auch einkehrende Sommerpause für mich - von der ehrenamtlichen Arbeit. Das letzte Jahr verlief im Resumee erfolgreich, immerhin wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, worüber auch im Kobinet ein Artikel zu lesen ist "Endlich Ferien nach erfolgreichem Zeugnis". Im Haus und Garten ist mittlerweile auch einiges fertig geworden, manche Bereiche im Haus sogar mehr, als eigentlich vorerst vorgesehen war. Zwischendrin sah es so aus, als würde der Verein zusätzliche Räume brauchen, die wir dafür herrichteten, jetzt haben wir das Stockwerk doch selbst behalten, da die Kreativwerkstatt dann letztendlich niemand finanzieren und somit eröffnen wollte.

Innerlich abschalten von der Arbeit ist gar nicht so leicht, gerade da im homeoffice keine räumliche Trennung existiert. So richtig ein Unterschied ist es nicht, wenn man nicht weg fährt. Aber sparsam leben steht auf dem Programm, Ehrenamt hat den einen Nachteil, dass es kein Geld dafür gibt. Also will auch das Urlaub machen zu Hause irgendwie klappen werden. Unsere neue Katze, die Flora, macht es wie auf diesem Bild aber schon gut vor wie das geht. Hinlegen, ausschlafen, gemütlich machen sind schon ein paar gute Ideen auf jeden Fall. Jetzt haben wir einen "Stubenpanther" und einen "Stubenpuma" - so wirken sie die beiden hübschen Damen.

Ein schöner großer Sandkasten ist fertig angelgt mit einer kleinen Rasenfläche. Ein Mini-Pool wurde den Kids geschenkt, so lässt es sich bei der Sommerhitze auch aushalten. Auf der Terrasse sitzen und Wasserbomben basteln ist zum Kaffee auch mal eine nette Abwechslung. Langsam kehrt die Erinnerung zurück, was ich zuvor alles machte, bevor ich mit dem Verein begonnen hatte, war ich doch 3 Jahre durchgehend Vollzeitmama gewesen. Es scheint wie eine Ewigkeit her, dabei war es von Sommer 2015 bis jetzt ja nur ein Bruchteil meines Lebens.

Wie man überhaupt 2 Jahre durchgehend arbeiten kann? Früher hatte ich Menschen nicht so richtig verstanden, die für eine Sache "brannten". 50 Stunden Arbeit pro Woche waren mir als selbständig Tätige vertraut, aber letztendlich waren es Aufträge die es abzuarbeiten galt, für eine Bezahlung, auch wenn ich es gern gemacht hatte. Soziales Engagement lief nebenher, Urlaub war wenn ich ihn zwischen die Aufträge schob, ich konnte mir sozial sein auch irgendwie gut leisten. Letztendlich bedeutet es grundsätzlich ein ganz andere Lebenweise, wenn man für Geld arbeitet.

Mutter-Sein mit 30 Stunden/Woche für soziale Projekte als "Geschenk für Vater Staat" reicht aber ohne Urlaub aus, um das deutlich an Intensität zu übertreffen - und so weiß ich heute wie das geht, für eine Sache zu brennen und wirklich in etwas zu investieren.

Mal sehen was sich noch alles anstellen lässt, damit der Ohrwurm der vergangenen Arbeit zum Schweigen gebracht werden kann. - Immerhin haben meine Kinder sich die Ferien wirklich verdient, war ich doch die letzten zwei Jahre für sie kaum noch wirklich "da" und immer mit "dem Kopf wo anders", bei irgend welchen Projekten für die es Lösungen zu konzepten, entwickeln und Realisieren bedurfte. Also nun heißt es also bis September "nur" noch Mutter sein und es sich zu Hause schön machen und vielleicht auch mal eine Woche Freunde besuchen fahren.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Ferien! smiley

2017-08-03 15:47:28
Während der Zeit...

... sie währt die Zeit und geht fort und fort.

Manchmal kommt es mir vor als würde ich außerhalb der Zeit laufen. Viel langsamer als meine gesamte Umgebung blicke ich in die Welt - und arbeite dabei viel schneller, so sagen die Mitarbeiter. Hochleistungsdenkmaschine... Mit Schildkrötenzeitmodus ;) ... wie sonst lässt sich erklären, dass alle sagen ich arbeite schnell, viel schneller als alle anderen. Wäre ja logisch wenn die Zeit um mich stehen bleibt, wie so eine Hülle und außen rum wirken deshalb alle immer so hektisch und wuselig, weil sie eben außerhalb dieser Zeitglocke leben. Dafür wirke ich viel schneller mit der Arbeit, klingt Vernüftig, gell? ^^

Ich würde sagen das kommt gleich nach den Raumfalten die Socken fressen... 

Was ich aber nun wirklich während all der Zeit mache die ich nicht geschrieben habe möchte ich nun einmal wieder erzählen. Während der Arbeit war ich z.B. in Potsdam. Welch ein Glück: es war richtig massiv Stau in Berlin - Potsdam. Was daran Glück ist? Ich hab eine Klimaanlage, ein Bose-Soundsystem und superflauschige Sitze. Chillmodus an auf der Hinfahrt. Zum Meeting kam ich natürlich zu spät, aber das Gespräch konnte in 1-2 Stunden später dann noch geführt werden, wie schön. 

Also hatte ich neben einer Chillmodus-Zeit auch noch Zeit bekommen es mir in einer Kirche gemütlich zu machen. So einen Brunnen hätte ich auch gern, wie auf dem ersten Bild. Das dachte ich mir damals in Sri Lanka bei einem Brunnen auch schon, siehe zweites Bild.

Es bräuchte eigentlich eine Kombination aus beidem. Im Garten hätte ich sogar eine Ecke in der man so etwas realisieren könnte. Wenn man das allerdings für den Winter tauglich bauen möchte ist das ein ganz schöner Aufwand, so sagte man mir. Aufwand habe ich derzeit einigen, den ich noch vor mir habe. Die Kreativwerkstatt des Vereines wird bald eröffnet... wo wir wieder bei der Arbeit wären, denn irgendwann waren 2 Stunden um und es ging weiter. Die Rückfahrt war weniger angenehm, denn langsam aber sicher zog es mich zu meiner Kleinen zurück und wieder war Stau... der Mama-Magnet wurde aktiv und der macht unheimlich nervös finde ich, wenn man weiß man wird erwartet und kann aufgrund Stau aber nicht nach Hause. Beamen wäre praktisch - genau für solche Fälle.

Viele Gedanken mache ich mir in all meiner Zeit. Über die Gesellschaft, das Leben, das Sein. - Arbeit ist nur Arbeit wenn man Geld dafür bekommt. Das ist einer der Aussagen die mich in letzter Zeit immer wieder wurmen, so als ehrenamtlich Tätige. Nur weil der Senat keine Gelder plant für Inklusion und das ehrenamtlich gemacht werden muss ist es keine Arbeit - hätte der Senat Geld dafür wäre es eine und ich hätte Ansehen heißt es. So bin ich ein Nichts, ich arbeite ja nicht... einfache Hausfrau. Die Menschen sind schon sehr eigenartig in ihrem Denken. Nur weil ein Hansel für etwas einen Topf schafft mit Golstückchen hat es wert - alles andere ist ohne Wert, weil man damit kein Gold nach Hause trägt. - was für eine Zeit...

während der Zeit... ist es mir persönlich wichtig etwas zu bewirken auf der Welt, etwas zu gestalten, auch Zwischenmenschliches - Lebenskunst. Kunst... was ist eigentlich Kunst ist auch so eine Frage und was Kreativität? So viele Fragen. Das ist ein wesentlicher Part meines derzeitigen Lebens während sie vergeht, die Zeit.


Ein Schatten meiner Selbst...

... bin ich geworden im Laufe der Zeit. Das fällt mir immer wieder auf. Die Arbeit zehrt, an einen Ort gebunden, Hochleistungsdenken - viel Arbeit die als wertlos gilt verrichte ich. Die Spiegel im Du die vor gehalten werden sind oft härter, grausamer als ich das ertragen kann.

Andererseits bedeutet es wenn ich aus dem Schatten trete entsteht etwas Neues. Das Alte ist am Vergehen, Neues wird. 

Selbst überwinden heißt es ja auch... mir fallen derzeit viele Sprichwörter ein, die alle sehr brauchbar sind, wird man zum Schatten seiner Selbst. Ich muss  mich selbst überwinden, all das was mich zum Schatten meiner Selbst macht, um aus dem Schatten zu treten, über sich hinaus wachsen... Logisch, nicht wahr? Und klingt so einfach. 

Na dann steht dem ja nichts mehr im Wege... Zeit hab ich eh unendlich und wer weiß, vielleicht finde ich dann ja sogar irgendwann die ganzen verlorenen Socken aus meiner Raumfalte wieder ^^

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs eine schöne Zeit!

2016-08-27 09:58:44
Nicht Ganz... Ostern 2016

Ostern ist es... wieder ein Jahr herum. Und so wenig geschrieben habe ich. So wenig gemeldet hab ich mich im letzten Jahr bei meinen Freunden, so wenig Raum gefunden für all jenes, was ich sonst immer getan habe. Und nichts ist ganz fertig geworden:

Nicht ganz fertig vergesellschaftete Ratten, aber einen neuen Mitbewohner haben wir nun im Hause, eine ganz ängstliche Dame. Nicht ganz gesund bin ich dazu, deshalb komme ich nun über die Feiertage dazu zu schreiben, aber auch nicht wirklich aus dem Bett. Wenn ich wieder gesund bin, schaffe ich es ja vielleicht all die halben Sachen zu erledigen. Dies ist auf jeden Fall Gecki in ihrer neuen Bleibe, bis sie bei den anderen Dreien, Pikatchu, Logok und Maria in der Rattenvilla wohnen wird.

Nicht ganz fertig ist auch die Gestaltung des Gartens, wie ich sie eigentlich noch machen wollte, aber immerhin der Misthaufen ist angefangen. Es fehlen nun noch die Bretter, damit auch ordentlich Platz ist für Rasen, Bioabfälle, Mist und was sonst noch einem guten Düngervorrat gut tut. 

Die Projekte vom Verein sind ebenfalls am gedeihen, zumindest in der Planung aber auch sie sind noch nicht einmal so weit fertig, dass ich ein Foto dafür hätte.

Ich bin gespannt, was die kommende Zeit mit sich bringen wird. Wünschen würde ich mir wenig Enttäuschung, dass nicht alles was begonnen wurde vergeblich war an Mühe, sondern irgend etwas auch fertig wird. Dann komme ich auch wieder dazu mehr zu schreiben, wenn ich Stück für Stück zeigen kann, was nun Ganz geworden ist. Ich wünsche euch allen eine wundervolle Zeit! Aber diese dafür:

von ganzem Herzen heart

2016-03-27 14:33:16
Jahresende 2015

Das Jahr ist nun bald zu Ende und wie man an meinen Beitragszahlen hier merkt, komme ich fast nicht mehr zum Schreiben. Es ist viel zu viel zu tun, um die Muße zu finden zu schreiben. Meine Texte die ich für meine Arbeit schreibe sind schon mit Konzentration verbunden, die Schrift fließt nicht mehr wie früher. Aber so ist das als Mutter zweier Kinder denke ich immer. Sind die Kinder sooo klein, dass sie einen unbedingt noch brauchen, auch die Welt mit zu verändern, dann ist das so. Und so gebe ich mir Mühe die schönen Stunden zu gestalten mit unserer kleinen Familie. Jetzt gönne ich mir auch endlich einmal Urlaub bis zum 3.1. Nur noch heute arbeiten und dann endlich ein wenig Ruhe. Wer weiß, vielleicht finde ich dann tatsächlich etwas Muße und schreibe wieder einen längeren Artikel. Jetzt erst einmal wünsche ich aber allen Lesern meines Blogs:

 

2015-12-23 08:37:43
Pikatchu - die Ratte

 

Pikatchu ist bei uns eingezogen, in ihre "Kleintiervilla" mit ihren beiden Freundinnen Maria und Logok. Lange ist es hier, dass bei uns im Haus diese Tierchen wohnten. Und ein solch prächtiges Heim 120 x 60 x 120, extra gebaut als Rattenvilla, das hatte bei mir noch keine Ratte erlebt. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt, bis ich diesmal nach einem Käfig suchte. Sehr praktisch ist er aber, mit großer Fronttür und kleiner Eingangsluke, drei riesigen Stockwerken die mit einem speziellen Lack gegen Urin geschützt sind. Aber die Tiere sind wohlerzogen, brav benutzen sie sogar ihre Toilette, die ich ihnen aufgestellt habe.

Ich bin sehr erfreut, dass die kleine Pikatchu so extrem zutraulich ist. Gleich erkundete sie die gesamte Umgebung, busselte einen beständig ab vor lauter Aufregung und versteckte sich in der Kleidung beim ersten Freilauf. Sie kommt immer, wenn man sie ruft, sogar wenn sie eigentlich am Schlafen ist. Ein solch braves und anhängliches Tier ab dem ersten Tag, das ist mir bisher noch nicht untergekommen und ein paar Ratten hatte ich bereits. Die anderen beiden sind eher gemütlich und holen sich ihre Leckereien gern ab, sind allerdings lieber im Käfig. Vermutlich werden sie wenn überhaupt mit der Zeit ein wenig wuseliger und aufgeschlossener, aber Pikatchu wegen haben wir diese Gruppe genommen. Das ist eigentlich eh wunderbar, wenn nur eine Dauerbespaßung als selbstverständlich sieht und das auch einzufordern bereit ist mit am Käfig stehen und fordern rausgelassen zu werden.

Sehr schön, das macht Spass!

2015-05-06 12:41:25
Gesegnete Ostern!

Ein gemeinsamer Tag neigt sich dem Ende zu...

     

Als alle aufgestanden waren, hatte ich so weit den Tag vorbereitet und das Osterfrühstück konnte beginnen. Rasch hatte ich mir in der Früh einen Kaffee gekocht und sogleich mit dem Herrichten begonnen, bevor die Familie sich an den Tisch versammelte. Mit viel Liebe beeilte ich mich alles anzurichten und nach einer Weile war es tatsächlich vollbracht. Die Ostereier waren gekocht, gefärbt, gefettet und in ihr Körbchen gebettet, die Häschen frisch versorgt mit Heu und Leckereien, der Osterstrauss geschmückt mit bunten Eiern und der Tisch reich gedeckt mit Brötchen, Osterlamm und durftendem Kaffee. Ein guter Anfang für einen Ostertag, ganz nach meinem Sinn.

Die Geschenke die wir versandten, hatten unversehrt ihre Bestimmungsorte erreicht, Kerzen hatten wir in der Vorbereitung verziert, alle Ostergrüße waren angekommen. So konnten wir den Tag gemütlich angehen und es uns gut gehen lassen. Es war auch gut von Petrus mit uns gemeint, denn der Sonnenschein und die Wärme lockten so irgendwann doch die ganze Familie nach Draußen. Bis es ans Ostereiersuchen gehen sollte, blieb die Zeit allerdings doch ein wenig spannend.

Der "Osterhase" kam, als die Schatten länger wurden. Wir entzündeten das Osterfeuer am Nachmittag in unserer Feuerschale im Garten. Es tat sehr gut einmal wieder bei den Flammen zu sitzen, brennend und knisternd die Scheite, wohltuend die Ruhe des Feiertages in den Straßen und Gärten unseres Kiez. Als das Holz langsam aber sicher zu Kohle wurde, gönnten wir uns zuletzt noch ein paar Wienerle an Haselnussstöcken, die vorher fein säuberlich vom Strauch geschlagen und zurechtgeschnitzt wurden.

Schnell war es dann, fast plötzlich vorrüber, nach einem solch erfüllten Tag. Gerade noch wuselig, doch nur die Asche verblieb in der Schale, die Sonnenstrahlen zogen sich zurück hinter den Dächern, der Schlaf zog die ersten in das Reich der Träume. Hoffentlich mit schönen Träumen, von diesem wundervollen Ostertag.

Verfasst: 05.04.2015

2015-04-05 20:17:25
Eine Bilderbuch-Taufe

Nach der Heiligen, die einst laut der Bibel Jesus das Schweißtuch auf seinem Weg reichte, wurde unsere Tochter nun getauft. Zur Seite stehen ihr nun in ihrem Leben zwei Taufpatinen, die an der feierlichen Zeremonie in der Basilika am Petersberg teilnahmen, welche ich für diesen Anlass gemietet hatte. Dies ist meine Lieblingskirche von der ich noch weiß, wo sie steht. Auf meiner Wanderschaft ist mir lediglich eine einzige Kirche begegnet in diesem Stil, schlicht nur mit alten symbolträchtigen Gemälden an den Wänden verziert, mit Marienaltar und Kerzenschein.

Diese Taufe am Petersberg mit der Feier im Anschluss war wundervoll. Ich hatte mich extra hell in Gelb und Orange gekleidet zu diesem Anlass. Im Voraus hatte ich mich um den Pater Guido Kreppold bemüht, der die Ehre hatte unserem Mäuschen das Wasser über das Kopflein zu gießen. Tapfer war sie. Erst hat sie neugierig geguckt, sich dann einmal kurz geschüttelt, als sie feststellte, dass das Wasser kalt ist, um das Ganze dann sehr aufmerksam zu beobachten, was wir da mit ihr machen. Sie war insgesamt sehr fasziniert von dem Ganzen Trubel, nur für sie. Das hat sie schon gespürt und man sah ihr direkt an, wie sie das auch von Herzen freute. Jeden sah sie ganz intensiv an und staunte darüber wer alles nur zu ihr möchte mit einem Lächeln im Gesicht, das ein jeder von ihr geschenkt bekam. 

Auch hinterher, als alle Gäste sich zu Snacks, Kaffee und Torte versammelten, war sie der reinste Sonnenschein. Schade eigentlich, dass sie noch viel zu klein war all das zu kosten, was ihre Gäste da mitgebracht hatten. Marzipantorte, Schwarzwälder-Kirschtorte, Schinken-Käse-Schnecken und das alles serviert auf Rosentalgeschirr und alles organisiert und gestaltet von jedem zu einem kleinen Teil, so dass das große Ganze in seiner Gesamtheit so unvergesslich schön war.

Ich werde mich mein Leben lang sehr gern an diesen Tag erinnern. Willkommen auf dieser Welt!

2014-09-15 22:07:28
Kaninchen vergesellschaften

Schlappohr und Hasi waren also geholt und nun bei uns angekommen, der kleine Kaninchen-Eunuch und saß in seinem Quarantäne-Käfig, der die Maße 1,40 m x 80 cm aufweist. Im Tierheim wurde er als zickig beschrieben, bei uns verhielt er sich eher wie ein Hund. Auf Rufen kam er sofort, wenn er nicht sogar schon am Gitter stand um gestreichelt zu werden. Bettelnd hielt er seine Pfoten am Gitter um ein wenig geschmust zu werden. Hätte ich ihn gelassen, er wäre auch mit mir überall hingelaufen, denn das zeigte er dann, als wir die Vergesellschaftung versuchten. Missverständnisse waren auch hier vorprogrammiert, denn ein Widder-Kaninchen kann wegen seiner Schlappohren nicht anständig kommunizieren. Doch das wusste ich derzeit alles noch nicht, ich verließ mich auf die gängigen Internetseiten der Tierschutzvereine, die erzählen wie man vergesellschaftet.

Ich baute unser Krabbelgitter für Kinder um zu einem neutralen Areal etwa 3 qm, oben offen, eingerichtet mit Zeitungspapier am Boden, 3 Häuschen in der Mitte, Toilette und vielem Knabberzeug zum Ablenken, Brot und Körner, Heu, Salat sowie Gemüse. Als sich die beiden das erste Mal sahen ging Hase sogleich auf ihn zu und bettelte darum besprungen zu werden. Das ging viele Stunden so, Rammeln, sich jagen, bis beide erschöpft waren und herumlagen. Als ich ins Bett ging, waren die beiden immer noch abwechselnd dabei sich zu versuchen zu bespringen, sie markierten fleißig die Einrichtung, von Friede und Einigkeit keine Spur. Als ich in der Früh aufstand, war Schlappohr aus der Arena geflohen und kam mir freudig entgegengehoppelt. Er begrüßte mich und lief mir brav hinterher, wie ein Hund. Mit seine langen Ohren kam er mir ein bisschen Dackelig vor, so treu wie er mir folgte. Er ließ sich von mir auch bereitwillig ins Gehege setzen, um allerdings gleich wieder zu versuchen herauszuhüpfen. Da schnappte ich ihn mir und setzte ihn zurück in seinen Käfig, Hasi kam zurück ins Innengehege.

Erster Versuch gescheitert. Ich überlegte viel herum, was ich nun machen sollte und telefonierte, las weiter, bis ich zu einer Entscheidung gelangte. Die beiden wurden von mir getauscht in den Käfigen, Hasi kam in den Quarantänekäfig, Schlappohr ins Innengehege (ca. 3-4 qm), so dass sie sich an den Geruch des anderen gewöhnen konnten. Etwa einen Tag dauerte es, bis sie einigermaßen ruhig wirkten. Und es brachte viel. Als ich die beiden dann ins Außengehege (ca. 3 qm) setzte, welches oben geschlossen war, flogen einmal kurze Haare bei einer Jagd, anschließend war Ruhe. Hasi verzog sich in ein Häuschen, Schlappohr erkundete fleißig die Gegend. Die Ranordnung war nun einigermaßen festgelegt.

Am Abend nahm ich die beiden dann mit nach drinnen in den Innenkäfig (oben geschlossen), den ich in der Zwischenzeit peinlich genau gereinigt hatte mit Neutralreiniger von Frosch und völlig umgestellt hatte. Alles roch frisch nach Froschmittel und Einstreu. Somit war das Gehege einigermaßen neu für beide. Ein paar Mal wurde Hasi von Schlappohr gejagt. Für diesen Zweck hatte ich die drei Häuschen wieder in die Mitte plaziert, damit außen herum eine "Rennbahn" gegeben war, die auch fleißig genutzt wurde im Kreis zu jagen. Als das Gröbste vorrüber war kam die Wasserschüssel mit dazu und ich ließ die beiden über Nacht allein.

Und siehe da: In der Früh als ich hoch kam war Hasi dabei Schlappohr zu putzen! Die Vergesellschaftung ist mir erfolgreich gelungen. Glück gehabt, das ging nun zuletzt doch schneller als gedacht. 

Ich möchte nun zum Schluss noch darauf hinweisen, dass es einfacher gegangen wäre. Mit einem großen Gehege von etwa 6 qm über eine längere Zeit wäre es friedlicher abgelaufen. Wäre sogar ein Auslauf dabei gewesen mit einer geraden Sprintstrecke von einigen Metern, wäre auch dies von großem Vorteil gewesen. Diese Methode wie sie hauptsächlich zu finden ist im Netz, die ich auch anwandte, ist nicht ganz die Meine, da sie nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Langohren eingeht. Auch weiß ich darum, dass meine Haltung wie ich sie gerade praktiziere nicht optimal ist. Es geht besser, aber fürs Erste reicht es. Und wenn man bedenkt, wie tatsächlich noch so mancher seine Kaninchen hält, bin ich doch eher sehr gut als Hasenmama, wenn auch nicht perfekt. Aber mit der Zeit habe ich so etwas zu tun und kann mit den Jahren ihnen ein Außengehege gönnen, in dem sie sich auch einmal nach Herzenslust austoben können.

Ich bin nun glücklich über mein trautes Pärchen :)

PS: Ein großes Dankeschön an den Ersteller dieser Website: http://www.hauskaninchen.com/index.html Nach so vielen Seiten die ich vorher fand, die mir keinen wirklichen Aufschluss über meine Tiere gaben, leider auf Seite drei erst bei Google die Infos, die ich brauchte!

2014-08-09 11:01:27